Alpenländische Gitarrenmusik
Spielweise und Praxis

Die alpenländische Gitarrenmusik setzt sich aus folgenden Ebenen zusammen: Die Hauptmelodie wird nach Gehör oder nach Noten gespielt. Sie stammt entweder aus alten Handschriften oder ist selbst komponiert („selbstgestrickt”). Dazu wird eine zweite Stimme (homophon) hinzugefügt, entweder auf einem zweiten Instrument oder zweistimmig auf einer einzigen Gitarre. Fortgeschrittene ergänzen darüber hinaus eine frei improvisierte dritte Stimme. Die Begleitung entsteht spontan aus dem Stegreif und passt sich flexibel dem Stück und der Spielsituation an.

Charakteristisch für diese Musiktradition ist der Gedanke des Miteinanders: Nicht technische Perfektion, sondern die gemeinsame Freude am Musizieren steht im Vordergrund.

Dabei spielt der Musikunterricht eine wichtige Rolle, denn bewusstes Zuhören will gelernt sein. Viele Feinheiten wie Rhythmus, Melodie, Harmonie und Klangfarbe erschließen sich erst, wenn man weiß, worauf man achten soll. Wer diese Aufmerksamkeit schult, erlebt Musik auf eine neue, tiefere Weise.


Aktuelles:
Der Volksmusik-Blog informiert laufend über Updates rund um Gitarre und Musikpädagogik.