Zillertaler Boarischer
Gitarrenduo (Trio)

Einführung

Zillertaler Boarischer

Der Zillertaler Boarischer, ein typisches altbairisches Volksmusikstück, stammt aus überlieferten Musikantenhandschriften und wurde von Sepp Eibl für Zither und zwei Gitarren eingerichtet und auf der CD (1985) »gradaus und verkehrt« aufgenommen.

Demo

Das Gitarrentrio »Verzupft« hat den Zillertaler Boarischer auf seiner CD (2016) »arglos & verquer auf drei Gitarren» eingespielt. Die vorliegende Bearbeitung ist im Wesentlichen eine Transkription dieser Fassung.

Demo

» Prinzipiell kann aus jedem Trio durch Weglassen der zweiten Gitarre eine Duo-Version entstehen. «

Über Duo/Trio-Versionen

Das Gitarrenduo besteht grundsätzlich aus Melodie- und Begleitgitarre. Wenn es die gitarristischen Fähigkeiten erlauben, kann die Begleitgitarre zur Abwechslung auch die zweite oder dritte Melodiestimme spielen.

Das Gitarrentrio bietet die besten Voraussetzungen für die typische Spielweise der alpenländischen Volksmusik. Die erste Gitarre spielt ein- oder zweistimmige Melodien. Die zweite Gitarre spielt die zweite Stimme zur Melodie oder die dritte Stimme zu einer zweistimmigen Melodie. Die dritte Gitarre spielt die Begleitung mit Bass und Nachschläge oder andere Formen der Begleitung.

Form

Die Teile werden mit Großbuchstaben bezeichnet (A, B, C). Der dritte Teil (C-Teil) wird auch als „Trio“ bezeichnet.

Die traditionelle Form des Stückes besteht aus drei Teilen. Der erste Teil ist der Hauptteil in C-Dur, nach dem die Tonart des Stückes benannt ist. Die Tonart des zweiten Teils, G-Dur, steht in der Quintverwandtschaft, die des dritten Teils, F-Dur, in der Quartverwandtschaft.

Die Teile werden nacheinander gespielt und wiederholt. Zwischen Teil B und C wird Teil A wiederholt, nach Teil C nochmals. Für eventuelle weitere Wiederholungen gibt es keine Regeln.

Folge: A A B B A C C A


Akkordfolge

A  C-Dur / gradaus *)

|| C
| G7
| G7
| C
|
| C
| G7
| G7
| C
||

B  G-Dur / verkehrt *)

|| D7
| G
| D7
| G
|
| G7
| G
| D7
| G
||

C  F-Dur / gradaus *)

|| F
| C7
| C7
| F
|
| F
| C7
| C7
| F
||

 

*) »gradaus und verkehrt« sind Begriffe aus der Musikantensprache. Gradaus bedeutet, dass ein Teil (Musikstück) auf der Tonika (I. Stufe) beginnt. Verkehrt beginnt auf der Dominante (V. Stufe).

Takt und Tempo

Der Zillertaler Boarischer wird traditionell als Boarischer im 2/4-Takt notiert. Das Tempo gibt die Metronomschläge (bpm = beats per minute) in Vierteln an.

  • Originaltempo
    Sepp Eibl »gradaus und verkehrt«: Viertel = 78 bpm
    Verzupft »arglos & verquer«: Viertel = 68 bpm
  • medium (mittleres) Tempo
    Zielsetztung der einzelnen Lektionen: Viertel = 58 bpm
  • langsames Tempo
    Notenbeispiele: Viertel = 40 bpm (Achtel = 80 bpm)

Aspekte des Lernens

Diese Aspekte des Lernens stehen nicht isoliert nebeneinander, sondern wirken zusammen und beeinflussen sich gegenseitig. Ein ganzheitlicher pädagogischer Ansatz berücksichtigt daher diese verschiedenen Aspekte, um effektives und nachhaltiges Lernen zu ermöglichen.

Ab Lektion 2 ist eine kostenpflichtige Anmeldung erforderlich.
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