Hackbrett

Schlegelhaltung beim Salzburger-Hackbrett
Im alpenländischen Raum wird zwischen dem diatonischen
und dem chromatischen Hackbrett-Typ unterschieden.
Die Schlegel haben verschiedne
Formen und Halterungen und heißen auch: Hämmerchen, Klöppel
oder Ruten (Appenzell).
Diatonisches Hackbrett
Walliser-Hackbrett

Das Walliser-Hackbrett hat einen Mittelsteg durch den die Hälfte der Saiten in Quinten geteilt sind. Die andere Hälfte führt über einen Bass-Steg. Es zählt 21 Bünde und ist meist vierchörig und gleicht in seinem Aufbau dem Hackbrett aus dem Osttirol.
Das Spiel zu zweit auf einem Hackbrett

"D'Walpini", wie die Brüder Adolf (Dölfi) und Josef Walpen genannt wurden, auf dem Hackbrett zu zweit.
Appenzeller-Hackbrett

Beim Appenzeller-Hackbrett sind die Saiten zur Hälfte durch einen Steg teils in Quinten und teils in Sexten aufgeteilt und insgesamt chromatisch angeordnet. Das abgebildete Instrument ist fünfchörig hat 25 Bünde und drei Spielebenen. Das abgebildete Hackbrett stammt aus der Werkstatt von Johann Fuchs in Appenzell.
Steirisches-Hackbrett

"Altsteirisches Trio" mit Hackbrett, Harmonika und Bassgeige Bildquelle:
Institut für Volksmusikforschung Wien
aus "Volksmusik
in Österreich" hrsg. v. Walter Deutsch, Harald Dreo, Gerlinde
Haid und Karl Horak
Österreichischer Bundesverlag, Wien 1984
Das Steirische-Hackbrett ist ein diatonisches Instrument und wurde in
der österreichischen
Volksmusik bis zur Verbreitung des chromatischen Salzburger-Hackbrettes
(ab 1950) verwendet.
Der Quintsteg teilt die Saiten vom Steirischen-Hackbrett
im Verhältnis 2 : 3, also in der Quinte, was eine für die Volksmusik äußerst
brauchbare diatonische Anordnung der Saiten ergibt.
Chromatisches Hackbrett
Salzburger-Hackbrett

Angeregt durch den Volksmusikanten Tobi Reiser sen. aus Salzburg, wurde das erste chromatische Salzburger-Hackbrett (1950) vom Instrumentenbauer Heinrich Brandzauner gebaut.
Das dreichörige Hackbrett hat drei
Saiten pro Ton und einen Stimmumfang von g - d3.
Neuere Modelle
können eine Dämpfvorrichtung und eine Erweiterung der Töne
nach unten und oben haben.